Aufrichtige Menschen in Christus stellen fest, dass sich trotz geheiligtem Leben nach wie vor Leidenschaften und Begierden melden können. Ist das überhaupt normal? Und was kann man dagegen tun? Paulus schrieb (angeblich): Kreuzigen (Gal.5,24) oder töten (Kol.3,5). Wie meinte er das tatsächlich und worin liegen die tiefen geistlichen Begründungen für diese Spannungsfelder?

Mit dem Aufruf, sein "Fleisch", seine Leidenschaften und Begierden zu kreuzigen oder zu töten, entstehen unsinnige Anweisungen. Denn nicht einmal der Herr Jesus Christus konnte sich selber kreuzigen - wie sollten wir es denn können. In Wahrheit sind wir mit mangelhaften bis falschen Übersetzungen des Grundtextes konfrontiert. Und die logische Begründung dafür ist, dass die Übersetzer offensichtlich das zentrale Geheimnis des Wortes Gottes nicht gekannt oder begriffen haben: Das Geheimnis oder das Evangelium des Christus.

Im Vortrag wird das korrekte Evangelium sorgfältig erläutert. Ist ein Mensch in Christus, sind z. B. seine Leidenschaften und Begierden und deren Hintergrund, die Sünde, nicht einfach ausgerottet. Die Sünde als wirksames Prinzip bleibt auch im heiligsten Menschen bis zur Erlösung unseres Leibes wirksam. Sie wird jedoch durch die Anwesenheit des Herrn Jesus Christus in einem glaubenden Menschen im "Todeszustand" gehalten - sie kann also nicht durchbrechen, solange ein Mensch in Christus ist und bleibt.

Das Fleisch, die Leidenschaft und Begierden zu "kreuzigen" oder zu "töten", bedeutet in Wahrheit, sie dem innewohnenden Herrn Jesus Christus zur Tötung durch seinen Geist und durch sein Blut zu übergeben. Dann entmachtet der HERR diese zerstörenden Impulse durch die Todeskraft seines Blutes. Menschen in Christus stellen sich auf den Standpunkt Gottes, wonach sie seit Golgatha in Bezug auf ihren alten Menschen "mitgekreuzigt" sind. Im Glauben halten sie sich deshalb dafür, dass sie z. B. der Sünde abgestorben sind oder ihr gegenüber tot sind (Röm.6,11). Regen sich das Fleisch, Lüste und Begierden, übergeben ist es sofort dem anwesenden Herrn Jesus Christus, der sie abtötet. Dadurch wirkt sich die Mitkreuzigung von Golgatha real aus.

Die Anweisung von Gal.5,24 müsste folglich umschrieben korrekt lauten: Die Christus Jesus angehören, denen sind das Fleisch, die Leidenschaften und Begierden (mit)gekreuzigt. Unser Auftrag ist, in Christus zu sein und zu bleiben und alles Verkehrte sofort dem Herrn Jesus Christus zur "Tötung" zu übergeben. Für den Rest ist Er dann zuständig.

Der gesamte anspruchsvolle Zusammenhang wird mit möglichst einfachen Worten und sehr praxisbezogen vorgetragen. Er enthält ein herrliches Geheimnis und v. a. eine große Ermutigung für Menschen, die ein wirklich siegreiches und heiliges Leben im HERRN führen wollen.


Eine kurze und kompakte Zusammenfassung dieses Vortrages finden Sie auch unter der Kategorie "Studienthemen" - Die aber Christus Jesus angehören, kreuzigen das Fleisch samt den Leidenschaften und Begierden - Gal.5,24 (HTML-Text)


Schließlich wurde dieses Thema im Jahr 2026 verfilmt und auf dem YouTube Kanal von Bruno Schaer Ministries zum Durcharbeiten bereitgestellt:     

Wir verwenden Cookies um Ihnen eine nutzerfreundliche Webseite zur Verfügung zu stellen.
Näheres finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.