Jeder Leser des Wortes Gottes kennt das sog. „Hohelied der Liebe“ von 1.Kor.13. Es wurde allerdings nicht vom Heiligen Geist diktiert, um Dispute zu erzeugen oder Dogmen zu kreieren. Vielmehr enthält es eine Fülle von verborgenen, geistlichen Informationen. Ein Aspekt wird konkret aufgegriffen: Das Kommen des Vollkommenen (1.Kor.13,10).
Ein sorgfältiges Studium von 1.Kor.13 im Kontext zu diversen weiteren Aussagen des Wortes Gottes macht klar, dass dieses Kapitel letztlich nur vom Herrn Jesus Christus spricht. Er ist nicht nur die Erfüllung des Gesetzes, sondern beispielsweise auch die personifizierte Liebe. Ist Er tatsächlich unser Leben, werden sich unser Leben und damit auch unsere Liebe exakt in jener Weise äußern, wie sie in 1.Kor.13 definiert wird. Weil Er unser Leben ist, vollzieht Er sein göttliches Leben und damit auch die göttliche Liebe in uns und durch uns. Denn in Wahrheit redet 1.Kor.13 von göttlicher Liebe, die wir selber niemals erzeugen könnten.
Und diese Liebe wird auch zum einzig tauglichen Motiv für unser gesamtes Tun, beispielsweise im Reich Gottes. 1.Kor.13 ist nicht gegen die geistlichen Gaben gerichtet, sondern definiert vielmehr die korrekten Motive zum Praktizieren der Instrumente des Heiligen Geistes. Folgerichtig ist 1.Kor.13 von den Kapiteln 12 und 14 eingerahmt, die sowohl das Wesen der geistlichen Gaben als auch ihren korrekten Gebrauch festhalten.
Nach üblicher (evangelikaler) Theologie meint das „Kommen des Vollkommenen“ das vollständige Wort Gottes. Also würden seit dem vollständigen biblischen Kanon die geistlichen Gaben nicht mehr aktuell sein. Studiert man aber 1.Kor.13 sorgfältig, wird vielmehr klar, dass dieser Text einen geistlichen Reifeprozess definiert − und zwar im eigenen Erleben des Apostels Paulus. Das Erreichen der persönlichen geistlichen Reife (der „Vollkommenheit“) ist daher letztlich auch das Ziel jedes geistlichen Lebens. Im Vortrag wird sorgfältig erläutert, wie Menschen zur „Vollkommenheit“ in Christus gelangen. Zu dem Zweck wird auch das Wort „vollkommen“ im richtigen Sinn dargestellt. Das Prinzip, wie die Glieder Christi zur Reife gelangen, läuft über den fünffachen Dienst von Eph.4,11 ff. Dieser entscheidende Text wird deshalb detailliert ausgelegt, wobei sich eine riesige geistliche Not unserer Tage herauskristallisiert: Weil diese Dienste nahezu vollständig fehlen, können Menschen auch nicht (mehr) zur geistlichen Reife gelangen.
1.Kor.13 ist ein genialer geistlicher Text, der diverse markante Fixpunkte enthält, aber auch eindringlich an unsere persönliche Verantwortung im Reich Gottes appelliert. Ein eingehendes Studium der Aussagen dieses Vortrages ist sehr zu empfehlen.
Eine kurze und kompakte Zusammenfassung dieses Vortrages finden Sie auch unter der Kategorie "Studienthemen" - Wenn aber das Vollkommene kommt - 1.Kor.13,10 (HTML-Text)








