Standardmäßig verstehen sich alle Angehörige von Religionen stets aus Auserwählte ihrer entsprechenden Richtung. Sie sind unbeirrt überzeugt, im entsprechenden "Himmel" zu enden. Das trifft auch für alle "Christen" zu. Was aber, wenn sich diese Religionen z. T. diametral widersprechen - und gar noch bekämpfen? Wer kommt eigentlich tatsächlich in den "Himmel"? Der Herr Jesus Christus gab dazu eine radikale und folgenschwere Meinung ab.

In der Auseinandersetzung mit der jüdisch-religiösen Elite seiner Zeit formulierte der HERR das Gleichnis von der Einladung zur Hochzeitsfeier. Es gipfelt mit der tiefsinnigen Aussage: Denn viele sind berufen, wenige aber auserwählt. Das Gleichnis macht klar, dass Israel und die Juden ursprünglich zur Hochzeitsfeier berufen waren. Sie lehnten jedoch (vorläufig) die Einladung ab - eine heilsgeschichtlich entscheidende Feststellung, weil die Heilszeit für die Nationen eingebaut wurde. Seit dem abgeschlossenen Werk Christi sind die Nationen (Heiden) ebenfalls berufen, in die ewigen Pläne Gottes mit dem Menschen einzugehen. Doch dazu müssen sie sowohl die Berufung als auch die Auserwählung festmachen (bestätigen).

Im Vortrag wird sorgfältig der Werdegang Israels und das Werk Christi dargelegt. Es wird klar, dass prinzipiell alle Juden und Heiden eine Berufung Gottes erhalten haben. "Viel" meint im biblischen Kontext letztlich "alle". Doch dies war nur Gottes einseitiges Gnadenwerk, das nun durch den Glaubensgehorsam bestätigt werden muss. Israel und die meisten Juden versagten darin und verloren die Chance, ins verheißene Land (die göttliche Berufung und Auserwählung) einzugehen. Seit bald 2'000 Jahren ergeht deshalb die Einladung an die Nationen. Um dies zu verstehen, wird das geniale Identifikationswerk des Herrn Jesus Christus, resp. das tatsächliche Evangelium des Christus praxisbezogen erläutert. Es macht aus Gottes Sicht jeden Menschen zum Berufenen. Doch nun muss der Mensch durch den Glaubensgehorsam die Berufung festmachen. Erst dann wird daraus eine Auserwählung. Wie dies praktisch abläuft, wird ebenfalls im Detail erklärt.

Ferner wird die interessante Feststellung gestreift, warum "Böse und Gute" zur Hochzeitsfeier eingeladen wurden. Diese Qualifikation war aber im "Hochzeitssaal" kein Kriterium, sondern das Tragen des Hochzeitskleides. Der Kontext zwischen dem Tragen des korrekten Kleides und der innigen Verbindung zum Herrn Jesus Christus wird in den dramatischen Auswirkungen aufgezeigt. Nur Menschen, die alle Gnadengeschenke Gottes in Christus in Anspruch genommen haben, sind tatsächlich in Christus, tragen das korrekte Kleid, haben die Berufung und Auserwählung festgemacht und gehen in Gottes ewige Herrlichkeit ein.

Dieses Gleichnis enthüllt massive Konsequenzen für jeden Menschen - ob Juden oder Heiden. Denn am Schluss geht alles nur noch um die reale Beziehung zum Herrn Jesus Christus - dass Christus sei alles und in allen (Kol.3,11). Mit dem herkömmlichen Christentum und all seinen Praktiken und Verknüpfungen hat dies definitiv nichts mehr zu tun. Machen Sie also Ihre Berufung und Auserwählung korrekt fest!


Eine kurze und kompakte Zusammenfassung dieses Vortrages finden Sie auch unter der Kategorie "Studienthemen" - Denn viele sind berufen, wenige aber auserwählt - Mt.22,14 (HTML-Text)

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